PlastikWissen

Plastikmüll nach Beach Cleanup

Plas­tik wird in der Natur nicht abge­baut, auch nicht in 500 Jah­ren. Statt­des­sen zer­fällt unser Plas­tik­müll in immer klei­ne­re Tei­le bis die­se für uns nicht mehr sicht­bar sind.

Plastikmüll am Strand, Oregon

Pro Jahr gelan­gen 8 – 10 Mil­lio­nen Ton­nen Plas­tik­müll in unse­re Ozea­ne. Die geschätz­te Gesamt­men­ge in 2014 betrug 150 Mil­lio­nen Ton­nen, wobei die tat­säch­li­che Men­ge sicher noch grö­ßer ist.

Plastikmüll am Strand, Myanmar

Wer­den nicht so schnell wie mög­lich glo­ba­le Maß­nah­men umge­setzt, wird die Gesamt­men­ge an Plas­tik­müll in 2050 wohl 850 Mil­lio­nen Ton­nen errei­chen – das ist mehr als die Bio­mas­se aller Fische (812 Mio. t).

Angespülter Plastikmüll auf den Falkland Inseln

Der weit­aus größ­te Teil der Mee­res­ver­schmut­zung mit Plas­tik stammt von Land. Die Haupt­quel­len sind die Indus­trie, unse­re Haus­hal­te, der Auto­ver­kehr, die Land­wirt­schaft sowie unsach­ge­mä­ße und ille­ga­le Ent­sor­gung, Müll­de­po­nien in Fluß- und Küs­ten­nä­he und Natur­ka­ta­stro­phen.

Mikroplastik am Strand

…trei­ben in den Ozea­nen. Vor allem stam­men die­se von Rei­fen­ab­rieb, Fasern aus Kunst­fa­ser­klei­dung (Poly­es­ter, Poly­amid etc.), Mikro­per­len aus Kos­me­tik und Frag­men­ten grö­ße­rer Tei­le.

Plastikmüll auf Spitzbergen

Mit den Mee­res­strö­mun­gen wer­den die Müll­tei­le in jeden Win­kel unse­res Pla­ne­ten trans­por­tiert und in gro­ßen Men­gen an die Strän­de gespült, selbst in der Ark­tis und Ant­ark­tis.

Durch Plastikmüll verletzter Seelöwe

Jedes Jahr ster­ben min­des­tens 100.000 Mee­res­säu­ger und Schild­krö­ten, weil sie sich in Net­zen, Lei­nen und ande­ren Tei­len ver­fan­gen oder ande­ren Müll, oft Plas­tik­tü­ten, mit Nah­rung ver­wech­seln und ver­schlu­cken.

Magellan-Gans mit Plastikband um den Fuss auf den Falkland Inseln

See­vö­gel sind noch stär­ker betrof­fen – sie ver­hed­dern sich häu­fig in Lei­nen und Net­zen und füt­tern ihre Jung­tie­re mit Feu­er­zeu­gen und Fla­schen­de­ckeln, die dann bei vol­lem Magen ver­hun­gern.

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